einen Monat verheiratet… Wie fühlt es sich an?

Ich weiß selbst, dass bisher noch niemand wirklich Bilder von der Hochzeit gesehen hat, geschweige denn auf Social Media irgendwas zu finden war. Tatsächlich habe ich noch nicht viel Material und mag es auch ehrlich gar nicht so wirklich teilen. Das hat nicht mal einen bestimmten Grund. Mir ist nur nicht danach.

Nach all dieser Aufmerksamkeit, die wir in unserem privaten Umfeld bekommen haben, habe ich das Gefühl mich in eine Höhle verkriechen zu wollen. Nur wie zwei – gemeinsam – unter uns. Vielleicht ist deswegen schlüssig, direkt nach der Hochzeit in die Flitterwochen zu reisen.

Tatsächlich ist das hauptsächlich aus beruflichen Gründen meinerseits nicht möglich. Geplant sind sie aber für Januar/Februar 2018. Das Ziel steht zu 99% fest und bald werde ich euch auch davon erzählen, sobald wir bei 100% angelangt sind!

Nun sind wir aber einen Monat und einem Tag hoch offiziell laut des Standesamtes Stuttgart verheiratet. Ihr fragt euch, wie es sich anfühlt? Nicht wirklich anders. Ich habe lange darüber nachgedacht und in mich gehorcht, aber es hat sich für mich persönlich nichts verändert. Bisher zumindest.

Nach der Verlobung war es bei mir auf der Stelle ein anderes Gefühl und ich hatte wochenlang Schmetterlinge im Bauch. Zu Beginn konnte ich Sascha kaum in die Augen schauen, so sehr war mir die Situation neu und aufregend. Doch nach fast einem Jahr Planung war ich zwischenzeitlich so weit, dass ich es nur noch abhaken wollte. Die Nerven lagen blank und ich bin bei jeder Kleinigkeit an die Decke gegangen. Brautzilla vom Feinsten. Höhepunkt war wohl die Situation, dass wir unterschiedlich große Stoffservietten geliefert bekommen haben (Unterschied von max. 5cm), und ich am liebsten irgendwas Zerbrechliches gegen die Wand gepfeffert hätte. Am Tag X habe ich daran natürlich nicht eine Sekunde einen Gedanken verschwendet.

Mittlerweile sind wir aber – nach gemeinsamer Krankheitsphase direkt nach der Hochzeit – wieder im Alltag angekommen. Wir Essen jeden Abend gemeinsam und schicken uns ab und an eine kleine Nachricht über den Tag verteilt – wie wir es schon immer machen, seitdem wir zusammen wohnen. Ich bin immer noch unordentlich und Sascha nervt es. Gleichzeitig hat er seine Marotten, aber was soll’s? Wir wissen ja, was wir uns da eingebrockt haben und ohne einander können wir schon lange nicht mehr.

Unsere kleinen Dates haben wir auch noch immer: letzte Woche waren wir gemeinsam in der Stadt frühstücken und sind danach zum ersten Mal überhaupt mit der ‚Zacke‘, der Zahnradbahn in Stuttgart, gefahren und haben die Aussicht über Stuttgart genossen.

Was sich aber wirklich geändert hat: Der Ring gehört nun zu mir – zu uns.

Wenn ich ihn mal vergesse nach dem Kochen oder Putzen wieder anzulegen, fehlt er mir. Man fühlt sich auf eine unangenehme Art und Weise nackt.

Dazu schaue ich  gerne auf Saschas Hand, um seinen Ring an der Hand zu sehen. Es ist einfach ein schönes Gefühl das Symbol unserer Liebe nun auch zu sehen. Wir waren nie eins dieser Paare mit Kettchen oder sonstigem Accessoire, das uns outete . Nach nun über neun Jahren Beziehung ist es irgendwie offiziell. Ja, es fühlt sich nun vielleicht etwas offizieller an.

Hey, wir zwei – für immer – in your face!

Über die Hochzeit werde ich aber auf jeden Fall noch berichten. Mal sehen, wann. Vielleicht in wenigen Wochen, aber vielleicht auch erst in einem Jahr. Da möchte ich euch keine verfrühten Versprechungen machen. Eine Hochzeit, wie viele Gäste auch da sind, ist einfach ein sehr intimer Moment. Das möchte ich, wie zunächst die Verlobung, noch etwas für mich behalten. Unser kleines Geheimnis.

Damals… irgendwann um 2010 oder 2011

Ach, und wer sich fragt, wie es mit meinem neuen Namen läuft:

Anfangs hatte ich jedes Mal das Gefühl zu Lügen, wenn ich ihn benutzt habe. Mittlerweile läuft es automatischer, aber es ist dennoch super ungewohnt. Ich unterschreibe auch noch mal mit dem Neuen und dann wieder mit dem Alten… Je nachdem, ob mir es gerade bewusst ist oder nicht 😅 Daran habe ich mich nach einem Monat und einen Tag auf jeden Fall noch nicht gewöhnt…

Kommentare

  1. Pingback: Oktober Favoriten – Viccalla

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.