#WEDDINGCOLUMN: Mit Sand an den Füßen und Salz im Haar – der Antrag

Es ist schwierig etwas zu beschreiben, was so intim ist. Immerhin geht es auch im Prinzip niemanden so richtig etwas an, wie es im Detail abgelaufen ist, oder was seine genauen Worte waren (die weiß ich ehrlicher Weise selbst auch nicht, weil in dem Augenblick zu aufgeregt war, um mir seine Worte für die Ewigkeit einzuprägen). Nein, die Sache an sich, dass wir uns letzten Oktober in Portugal an der Algarve verlobt haben, ist kein Geheimnis. Ich habe sie sogar über Instagram und Facebook bekannt gegeben, nachdem alle uns wichtigen Menschen persönlich eingeweiht wurden.

Wieso ich es geteilt habe: Ich wollte nicht, dass es im Tratsch von einer Person zur Anderen weitergetragen wird. Auf eine unpersönliche Art und Weise wollte ich den Tratsch selber in die Runde werfen.

Mit Sand an den Füßen und Salz im Haar

Nun aber zurück zu meinem Antrag. Wir waren seit ein paar Tagen in Portugal und nach den ersten zwei Tagen in Lissabon zog es uns an der Algarve: Sonne, Stand & Meer.

13. Oktober 2016

Nach einem langen Tag am Meer wollte ich auf der Rückfahrt zu unserer Unterkunft noch an einem anderen Strand halten, um dort an den Klippen Bilder zu machen. Kein wirklicher Umweg, nur ein kurzer spontaner Halt zwischendurch.

Die Sonne machte sich bereits auf den Weg Richtung Horizont, ein paar Urlauber sonnten sich noch in der Bucht. Kurz bevor wir wieder zum Auto gehen wollten, gingen wir noch einmal vor zum Rand der Klippen und schauten auf das dunkelblaue Meer hinaus. Ich war in dem Moment glücklich. Der Moment war perfekt. Das sagte ich auch und küsste meinen Freund.

Er fing dann auch an zu schwärmen, wie schön der Moment und auch unsere Beziehung sei. Er schob seinen Rucksack über eine Schulter nach vorne. Ich hielt noch die Kamera in der Hand und dachte, dass er sie einpacken wollte.

Da zauberte er plötzlich eine kleine Schachtel aus einem Fach heraus und die Welt stand Kopf. Er sagte dann noch recht viel, was ich nicht wirklich hörte. Ich fragte ihn zweimal, ob er mich verarschen wolle. Doch es war kein Scherz und die kleine Schachtel war nicht leer. Darin befand sich der perfekte Ring.

Kniefall, ein unverständliches Ja, Anstecken des Ringes, feuchte Augen, Kuss –

und ein paar wenigen Zuschauer, die jedoch den Platz fluchtartig verlassen hatten, als es ernst wurde.

Der Ring war mir jedoch etwas zu groß, weswegen ich ihn die ganze Zeit über in unserem Verlobungsurlaub nicht tragen sollte. Ich steckte ihn aber mindestens einmal am Tag an – für das Gefühl und kaufte auch noch einen drei Euro Ring, um mich schon mal daran zu gewöhnen ab sofort eine Ringträgerin zu sein.

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Der Antrag war übrigens nicht für diesen Tag geplant und demnach total spontan. Daher konnte ich gar nichts im Vorfeld erahnen. Der Ring war allerdings die ganze Zeit über dabei.

Das war mein Antrag – kurz zusammengefasst. Alle Bilder sind übrigens an der Location entstanden.

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